Beachvolleyball: Goller/Ludwig erreichen EM-Finale
Foto: dpaZwei Monate nach ihrem WM-Coup verloren die deutschen Meister bei den Titelkämpfen im russischen Sotschi ihren Halbfinale-Krimi gegen die Österreicher Florian Gosch/Alexander Horst mit 1:2 (28:26, 18:21, 15:17) und mussten ihren Traum vom ersten gemeinsamen EM-Titel begraben.
Gold winkt dem Deutschen Volleyball-Verband (DVV) durch die Titelverteidigerinnen Sara Goller/Laura Ludwig. Das Duo zog ohne Satzverlust ins Finale ein und ging als Favorit in die Partie gegen Inguna Minusa und Inese Jursone (Lettland). 'Der Finalgegner ist eine Überraschung', sagte die Hamburgerin Ludwig und warnte: 'Die beiden haben nichts zu verlieren und werden Gas geben.'
Brink/Reckermann agierten am dritten Turniertag zunächst hellwach. Mit harten, präzisen Sprungaufschlägen bezwangen sie im Viertelfinale ihre Angstgegner Patrick Heuscher und Sascha Heyer (Schweiz) mit 2:0 (21:15, 21:15). 'Wir wussten, dass wir Druck mit dem Aufschlag machen müssen, um sie zu schlagen. Das ist uns zum Glück gelungen', sagte Reckermann. 'Wir hatten kaum einmal die Möglichkeit auf einen ruhigen Spielaufbau', gab Heuscher zu.
Im Halbfinale gegen die Österreicher Horst/Gosch, die zuvor das zweite deutsche Männer-Team, David Klemperer/Eric Koreng, aus dem Turnier geworfen hatten, war den Weltmeistern der Kräfteverlust nach einer langen Saison deutlich anzumerken. Nach knapp gewonnenem ersten Satz kamen die Außenseiter immer besser ins Spiel, wehrten im dritten Durchgang einen Matchball ab und machten schließlich den Finaleinzug mit ihrem zweiten Matchball perfekt.
Ohne Satzverlust spazierten Goller/Ludwig ins Finale. 14 Monate nach ihrem EM-Heimsieg fertigten die Hamburgerinnen zunächst die Italienerinnen Daniela Gioria/Giulia Momoli mit 2:0 (22:20, 21:13) ab und ließen sich auch im Halbfinale beim 2:0 (21:16, 24:22) von den Schweizerinnen Kuhn/Zumkehr nicht stoppen.
Als Fünfte beendeten Klemperer/Koreng das Turnier, die im Viertelfinale mit 0:2 (18:21, 35:37) gegen Horst/Gosch verloren. Im zweiten Satz lieferten sich beide Paare einen Kampf auf Biegen und Brechen: Sechs Satzbälle konnten Klemperer/Koreng nicht nutzen, am Ende nutzten die Österreicher ihren elften Matchball.
Wie bei der WM enttäuschten Katrin Holtwick/Ilka Semmler: Die deutschen Meisterinnen verloren ihr Viertelfinale gegen Minusa/Jursone. 'Ich habe zu keiner Zeit ins Spiel gefunden und ziemlich schlecht gespielt', sagte Holtwick nach dem 0:2 (15:21, 17:21).





