Kemboi holt Hindernis-Titel über 3000 Meter
Foto: dpaIn 8:00,43 Minuten enteilte der 27-jährige Kenianer seinem Landsmann Richard Mateelong (8:00,29) und dem Franzosen Bouabdellah Tahri, der mit 8:01,18 Minuten seinen Europarekord um gut eine Sekunde verbesserte. Der deutsche Vizemeister Steffen Uliczka (Preetz) war im Vorlauf ausgeschieden. Vor dem Finale hatte der marokkanische Hindernisläufer Jamal Chatbi für den ersten Doping-Fall der WM gesorgt.
'Ich bin ganz ruhig gewesen und habe mein Ziel nicht aus den Augen verloren', sagte Kemboi, der die schnellste je bei einer WM gelaufene Zeit bei seinem Sieg erreichte. 'Nach dreimal Silber habe ich endlich Gold.'
Bei den Welttitelkämpfen 2003 in Paris und 2005 in Helsinki lieferte sich Kemboi spannende Duelle mit seinem ehemaligen Landsmann Saif Saaeed Shaheen, der nach Katar gewechselt war. Da das Nationale Olympische Komitee Kenias sich weigerte, die dreijährige Sperrzeit von Shaheen aufzuheben, war der Weg für Kemboi zum Olympiasieg 2004 in Athen frei. 2007 in Osaka zog der nur 1,65 Meter große und 55 Kilogramm leichte Läufer zum dritten Mal bei einer WM den Kürzeren: Diesmal unterlag er seinem Landsmann Brimin Kipruto. Der Titelverteidiger und Olympiasieger wurde in Berlin in 8:12,61 Minuten nur Siebter.
Unmittelbar vor dem Hindernislauf-Medaillenkampf war bekanntgeworden, dass der Marokkaner Jamal Chatbi bei einer Trainingskontrolle am WM-Eröffnungstag positiv auf das anabole Mittel Clenbuterol getestet worden ist. Der nationale Verband von Marokko bestätigte dies. Der 25-Jährige war am Sonntag im Vorlauf Elfter geworden.






